Wie alles begann...


Seit Ende der Achtziger Jahre gehöre ich zur sogenannten "Schwarzen Szene", auch bekannt als "Grufti", "Gothic", Schwarze" etc. Bedingt durch mein Alter (und der dadurch gewonnenen Weisheit ;-) kann ich behaupten, diesen Lifestyle jetzt "nur noch" in einer "sozial-verträglichen" Form zu leben. Ich fühle mich noch im Herzen tiefschwarz, aber über 30 sieht man die Dinge nun einmal etwas anders als mit 20 Jahren ...

Auch wenn es manche Leute nicht gerne hören, bedient sich die "Schwarze Szene" doch häufiger mal bei BDSM/Fetisch-Attributen. Insofern kam ich zum ersten Mal mit BDSM in Berührung. Mein Sinn für meine "Fetische", "Neigungen" oder "Vorlieben" existierte allerdings schon vorher - davon unabhängig. Ende der Neunziger fand bei uns eine Serie von "SM-Parties" statt, bei der ein befreundeter (Gothic-) DJ die Musik machte. Das roch nach guter Mucke, also nichts wie hin, zumal der Dresscode nur auf Gothic/ Black/ Fetisch lautete. Die Musik war gut und es waren auch - einige wenige - SMler anwesend. Unter anderem erlebte ich eine Session - meine erste - mit, die mir noch heute in Erinnerung ist: In einer kleinen Kammer war ein Frau am Andreaskreuz gefesselt. Nackt. Ihr Partner bearbeitete sie, relativ sanft, mit einer Gerte. Er berührte ihren Körper, welcher bebte und zitterte. Die Lust war zu spüren und förmlich zu riechen... Diesen Geruch werde ich nie vergessen! Dort traf ich einen Bekannte, der in der SM-Szene war, er erzählte mir mehr. Ich sollte ihn mal zu einem Treffen begleiten. Leider verloren wir uns aus den Augen, bevor dieses Treffen realisiert wurde.

Für lange Zeit blieb es bei Erinnerungen an den besagten Abend. Auch meine damalige Freundin und jetzige Frau zog sich auf erotischer Ebene immer mehr von mir zurück, auch die wenigen Male, wo sie etwas auf meine Vorlieben einging, wiederholten sich nicht mehr. Unsere Kinder wurden geboren.

Das 1. Mal

Einmal im Jahr zu Pfingsten trifft sich die Schwarze Szene zu einem Treffen in Leipzig. Auch im Jahre 2001 war ich dort. Zumindest vom visuellen Erleben wurde dort bisher jedes Mal einiges geboten ... In dem Jahr war zu ersten Mal eine Fetischparty geplant, die ich - mit frisch gekaufter Latexhose ;-) - auch besuchte. Die Stimmung war ganz nett, Umbra Et Imago spielte, es war angenehm gefüllt. Die Veranstalter hatten eine kleine Spielwiese aufgebaut. Es war eine Streckbank, ein Stuhl mit Fesseln und Dornen, ein Kreuz, ein Pranger und ein Gyn-Stuhl vorhanden. Ein Shop machte dort Vorführungen, zum Teil mit interessierten Besucherrinnen. Die Atmosphäre dabei brachte mich in Stimmung und weckte in mir Lust ... Nur: was machen - ohne Partnerin? Irgendwann waren die Vorführungen beendet. Ich streifte immer wieder durch den - hell erleuchteten - Playroom, immer in der Hoffnung, eine Session beobachten zu dürfen. Dabei fiel mir eine etwa gleichaltrige Gothic-Lady auf, die anscheinend genau wie ich, umherstreifte und von dem Geschehen sichtbar angezogen wurde. Sie schaute ziemlich grimmig drein und würdigte mich keines Blickes. Irgendwann nahm ich all meinen Mut zusammen und quatschte sie an. Ich fragte - verpackt in Belanglosigkeiten - ob sie Erfahrung mit BDSM hat. Sie sagte, dass sie einmal mit einer Freundin zusammen etwas ausprobiert hatte. Vom Teufel gefahren fragte ich sie plötzlich, ob sie nicht Lust hätte, auf dem Dornenstuhl Platz zu nehmen und ob ich sie dabei berühren dürfte.

Sie willigte ein!

Ich fesselte Sie. Sie schloss ihre Augen und ich fuhr mit meinen Fingernägeln über ihre Arme zum Hals. Ich bohrte ihr in den Hals. Sie öffnete kurz die Augen, verdrehte sie dann und stöhnte leise. Ich fuhr mit meinen Fingern über den Ausschnitt zu ihren Brüsten und fühlte ein Nippel-Piercing. Ich zog ihr Top aus der Hose und widmete mich ihrem Oberkörper. Zwischenzeitlich war um uns herum auch etwas mehr "los". Ihre Hilflosigkeit, die Fesseln und ihr Stöhnen vor Lust  machten mich wahnsinnig, sie wollte mehr. Nachdem ich ihre Beine gereizt hatte, befreite ich sie von der Hose und schnallte sie wieder fest. Ich fuhr kitzelnd mit meinen Fingern und mit meinem Gürtel ihre Schenkel hoch und führte meine Finger und schließlich meine Faust ein. Dieses Gefühl, dieser Duft ...

Nachdem ich sie befreit hatte, drang ich im Stehen in sie ein. Sie kniete nieder, ich fühlte ihre Lippen. Mein Blick schweifte in den Raum. Vor mir, auf der Bank, saß ein Schwarzer, vor ihm kniete seine Freundin, ihr blondes Haar wippte. Wir lächelten uns an und widmeten uns wieder unseren Partnerinnen. Um uns herum standen ca. 20 Partygäste und starrten auf uns, einige mit Fotoapparat (!). Aber es kam noch "besser": Auch ein Schmuddelsender musste wohl unbedingt seine Kamera durch den Raum schwenken, ich bemerkte nur einen hellen Lichtstrahl, meine Partnerin erzählte mir später davon... Obwohl ich nie prüde war, erstaunte mich doch diese Lust, inmitten der Besucher, mit zwei oder drei anderen Paaren, hemmungsloses Vergnügen zu haben. Dieses Erlebnis war irre, im ganzen Sinne des Wortes!

Wir verließen die Spielwiese und verzogen uns in eine etwas "ruhigere" Ecke. Sie kniete auf einem Hocker nieder, ich peitschte sie mit dem Gürtel, immer fester, stach dann von hinten in sie hinein. Zehn Meter neben uns bewachte ein Security-Mitarbeiter den Notausgang. Er konnte seine Augen nicht mehr von uns wenden. Nachdem wir fertig waren, unterhielten wir uns noch kurz, tauschten die E-Mail-Adressen und gingen auseinander ...


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